Am Freitagnachmittag zog ein Starkregengebiet über die Residenzstadt. Über längere Zeit kam es zu ergiebigen Regenfällen über der gesamten Stadt. Infolge der Regenfälle musste die Freiwillige Feuerwehr Celle, die im laufenden Einsatz durch Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks Celle und der DLRG Celle unterstützt wurde, zu rund 200 Einsätzen innerhalb der Stadt ausrücken.

Kurz nach 16:30 Uhr erfolgte die erste Alarmierung für die Feuerwehr Celle. Sehr schnell nahm die Anzahl der Einsätze zu. Waren zunächst die Stadtteile Westercelle und Heese betroffen, kamen in kürzester Zeit weitere Stadtteile hinzu. Das Haupteinsatzgeschehen bildeten vollgelaufene Keller und überflutete Straße und Grundstücke. In erster Linie betroffen waren die oben genannten Stadtteile Westercelle und Heese sowie Klein Hehlen und Neuenhäusen. Aber auch im restlichen Stadtgebiet kam es zu wetterbedingten Einsätzen.

Stabsraum besetzt

Bereits zu Beginn des Einsatzgeschehens ließ sich eine größere Unwetterlage absehen, so dass durch die Führungsgruppe Einsatzleitung der Feuerwehr Celle die Funkzentrale und der Stabsraum im Feuerwehrhaus Hauptwache im Herzog-Ernst-Ring besetzt wurden. Die Gesamteinsatzleitung wurde durch den Stadtbrandmeister übernommen. Durch das Technische Hilfswerk und die DLRG wurden Fachberater entsandt. Im Stabsraum wurden die eingehenden Einsätze gelistet, priorisiert und an die Einsatzkräfte vor Ort weitergeben.

Gesamte Stadtfeuerwehr sowie THW und DLRG im Einsatz

Aufgrund der Gesamtlage wurden sämtliche Einsatzkräfte der Stadtfeuerwehr alarmiert. So sind alle neun Ortsfeuerwehren im Einsatz gewesen. Dies sind im Einzelnen die:

– Freiwillige Feuerwehr Altencelle
– Freiwillige Feuerwehr Altenhagen
– Freiwillige Feuerwehr Bostel
– Freiwillige Feuerwehr Celle-Hauptwache
– Freiwillige Feuerwehr Garßen
– Freiwillige Feuerwehr Groß Hehlen
– Freiwillige Feuerwehr Hustedt
– Freiwillige Feuerwehr Scheuen
– Freiwillige Feuerwehr Westercelle

Weiter wurden zur Unterstützung das Technische Hilfswerk Celle sowie die DLRG Celle alarmiert und in das Einsatzgeschehen eingebunden.

Rund 200 Einsatzstellen gesichtet

Vor Ort wurden durch Führungskräfte rund 200 Einsatzstellen im gesamten Stadtgebiet gesichtet, beurteilt und im Anschluss weitere Maßnahmen getroffen. Vielerorts wurden Keller ausgepumpt, Sicherungsmaßnahmen getroffen und Sandsäcke verteilt. Die Feuerwehr konnte jedoch nicht überall helfen. So können durch die Feuerwehr keine geringen Wassermengen aufgenommen werden. Viele Hilfesuchende wurden durch die Feuerwehr beraten und auf die Selbsthilfe verwiesen.

Führungsgruppe Einsatzleitung unterstützt Feuerwehr- und Rettungsleitstelle des Landkreises Celle

Die Feuerwehreinsatzleitstelle des Landkreises Celle hatte aufgrund der Wetterlage eine Vielzahl von Notrufen zu bearbeiten. Zur Unterstützung der Leitstelle kam ebenfalls die Führungsgruppe Einsatzleitung der Feuerwehr Celle zum Einsatz. Unter anderem wurde hier der Einsatzleitwagen 2 der Celler Feuerwehr eingesetzt. Auch der Einsatzleitwagen aus Langlingen (Landkreis Celle) kam zum Einsatz.

Verpflegung für 175 Einsatzkräfte!

Der stundenlange Einsatz machte auch die Verpflegung der gut 175 Einsatzkräfte notwendig. Die Verpflegung übernahm die Johanniter Unfallhilfe sowie der Arbeiter Samariter-Bund aus Celle. Im Feuerwehrhaus im Herzog-Ernst-Ring wurde eine Verpflegungsstelle eingerichtet. So konnten sich die Einsatzkräfte mit einer Erbsensuppe und einem süßen Snack stärken. Auch Kalt- und Warmgetränke standen zur Verfügung.

Einsatzende nach 7,5 Stunden

Nach 7,5 Stunden konnte der Gesamteinsatz beendet werden.

Die Zusammenarbeit aller beteiligten Hilfsorganisationen funktionierte hervorragend und zeigte die hohe Einsatzbereitschaft des Ehrenamtes in Celle!

 

 

Bericht: F. Persuhn (StadtPw Feuerwehr Celle)